…ist, wie es der Name bereits andeutet, ein Test über die Ausprägungen der körperlichen Grundvoraussetzungen eines Bewerbers. Abgefragt werden verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie Kraft, Schnellkraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsvermögen. Die wichtigsten Disziplinen sind hierbei Geräteturnen, Schwimmen, Leichtathletik, Mannschaftssport und Rückschlagspiele – teilweise werden Prüfungsinhalte der verschiedenen Sportarten auch kombiniert und modifiziert abgefragt: In Leipzig gilt es beispielsweise einen Mehrkampf zu bestehen, wobei eine der Anforderungen lautet, mit einem Fußball prellend einen Slalomparcours zu bewältigen.

Die Eignungsprüfung wird, ähnlich wie der NC-Wert, jeweils von den einzelnen Hochschulen festgelegt. Bei einer Anzahl von über 60 sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen in Deutschland, ist somit offensichtlich, dass es eine Vielzahl von verschiedenen Prüfungsformen gibt. Einige Universitäten haben sich nun dazu entschlossen, ihre Eignungstests aufeinander abzustimmen: In Bayern gibt es einen zentralen Termin, an welchem alle Bewerber ihre Prüfung ablegen müssen und der im gesamten Bundesland anerkannt wird. In Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz werden die Eignungstests der landeseigenen Hochschulen jeweils untereinander anerkannt, wobei es in Baden-Württemberg zu beachten gilt, dass Universitäten nicht die Prüfungsergebnisse der Pädagogischen Hochschulen akzeptieren. Eine Übersicht über alle bekannten Anerkennungen und alle Ansprechpartner gibt es hier: Anerkennung von Sporteignungsprüfungen.

Die Inhalte der Sporteignungsprüfungen unterscheiden sich, wie bereits erwähnt, teilweise erheblich. Im Bereich des Geräteturnens ist eine beliebte Prüfungsabfolge am Reck die Übungskombination Aufschwung – Umschwung – Unterschwung. Diese Abfolge ist in verschiedenen Variationen an vielen Hochschulen zu absolvieren. Im Bodenturnen werden häufig elementare Übungen wie Handstand, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, und Handstützüberschlag seitwärts gefordert. Ein drittes Geräteturnelement ist oftmals der Sprung, ausgeführt als Hocke über das Pferd, einen Kasten oder einen Sprungtisch. Im Schwimmen gilt es im Wesentlichen eine 50- oder 100-m-Strecke in einer bestimmten Zeit und in einer vorgegebenen Technik zu absolvieren. Als Richtzeiten können hier gelten: 50 m Brustschwimmen sollten Männer in 0:55 Minuten und Frauen in 1:00 Minuten bewältigen. In der Technik „Freistil“ sind jeweils 5 Sekunden abzuziehen. Hinzu kommen an einigen Hochschulen Anforderungen im Tauchen und/oder im Technikschwimmen.

Die Teilprüfungen in der Leichtathletik erstrecken sich größtenteils auf Anforderungen im Sprint, Hoch- und/oder Weitsprung, Kugelstoßen und Ausdauerlauf. Einen 100-m-Sprint sollten männliche Bewerber in mindestens 13,4 Sekunden und Frauen in 15,5 Sekunden absolvieren können. Im Hochsprung sind 1,10 Meter oder 1,20 Meter gefordert, während die Herren 1,40 Meter zu überspringen haben. Beim Kugelstoßen gibt es verschiedene Gewichte der Kugeln: Bei Männern mit einer 7,25-Kilogramm-Kugel sind 7,60 Meter zum Bestehen gefordert, Frauen sollten mit einer 4-Kilogramm-Kugel über 6,75 Meter stoßen (nicht werfen). Häufig ist der Ausdauerlauf die letzte Disziplin eines Prüfungstages: Hier sind für die 3000-Meter-Strecke bei Männern 13:00 Minuten veranschlagt und Bewerberinnen müssen die 2000-Meter-Distanz je nach Hochschule in einer Zeit zwischen 10:00 und 11:00 Minuten absolvieren.

Zu den Mannschaftssportarten zählen klassischerweise Fußball, Handball, Basketball und Volleyball. Bewerber müssen sich eine bis drei Disziplinen aussuchen, in welcher/welchen sie dann abgeprüft werden. Bei den Mannschaftssportarten gilt vor allem:
Regelwerk kennen und beachten, elementare Techniken beherrschen, sich taktisch sinnvoll und sportartengemäß zu verhalten, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr aktiv mitzuspielen und keine unnötigen Dribblings einzugehen.

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